Sensorleuchte Treppenhaus und Keller: Die Hände voller Wäsche, die Kellertür fällt hinter Ihnen zu – und der Lichtschalter sitzt natürlich am anderen Ende des Gangs. Oder im Treppenhaus: Das Licht geht genau dann aus, wenn Sie mit den Einkäufen zwischen zwei Etagen stehen. Sensorleuchten machen mit solchen Situationen Schluss. Sie schalten sich ein, sobald jemand kommt, und wieder aus, wenn niemand mehr da ist. Auf Wunsch gibt es sie sogar mit Notlicht, das bei einem Stromausfall automatisch weiterleuchtet.

 

Was ist eine Sensorleuchte?

 

Eine Sensorleuchte ist eine Decken- oder Wandleuchte mit eingebautem Bewegungsmelder und Helligkeitssensor. In Innenräumen arbeiten diese Leuchten meist mit einem Hochfrequenz-Sensor: Er erkennt auch Bewegungen, die direkt auf die Leuchte zulaufen, und sitzt unsichtbar hinter der Abdeckung. Der Helligkeitssensor sorgt dafür, dass das Licht nur angeht, wenn es tatsächlich zu dunkel ist. Als Sensorleuchte Treppenhaus oder Keller sitzt sie meist an der Decke oder an der Wand.

Sensorleuchte Treppenhaus und Keller mit Notlicht

Für den Außenbereich gelten etwas andere Regeln – die haben wir im Beitrag Außenbeleuchtung mit Bewegungsmelder zusammengefasst.

 

Sensorleuchte Treppenhaus: Grundlicht statt Dunkelheit

 

Viele Sensorleuchten für Treppenhäuser haben eine Grundlicht-Funktion: Die Leuchte brennt in der Dunkelheit dauerhaft mit stark gedimmter Helligkeit und gibt so Orientierung. Kommt jemand, schaltet sie auf das volle Hauptlicht hoch und nach der eingestellten Nachlaufzeit wieder zurück. Beide Stufen lassen sich bei vielen Modellen stufenlos einstellen.

Besonders praktisch: Mehrere Leuchten lassen sich miteinander vernetzen. Dann geht das Licht nicht nur dort an, wo Sie gerade stehen, sondern auch auf dem nächsten Treppenabsatz – Sie laufen nie ins Dunkle. Im Mehrfamilienhaus ersetzt eine solche Lösung oft den klassischen Treppenhaus-Zeitschalter, bei dem das Licht nach einer festen Zeit ausgeht, egal ob noch jemand auf der Treppe ist.

 

Im Keller: Licht, sobald die Tür aufgeht

 

Im Keller spielt die Sensorleuchte ihre Stärken voll aus: Sie haben die Hände frei, müssen keinen Schalter suchen, und vergessenes Licht brennt nicht tagelang im Abstellraum. Lange Kellergänge lassen sich mit mehreren vernetzten Leuchten durchgehend ausleuchten.

Wichtig ist die richtige Schutzart: Keller sind oft kühl und feucht. Für trockene Räume reicht eine normale Innenleuchte, in feuchten Kellern, Waschküchen oder Heizungsräumen sollte die Leuchte mindestens IP44 haben, bei stärkerer Feuchtigkeit auch mehr. Robuste, geschlossene Leuchten sind zudem unempfindlicher gegen Staub und Stöße – etwa wenn mal ein Fahrrad oder eine Leiter getragen wird.

 

Optional: Notlicht bei Stromausfall

 

Auf Wunsch gibt es Sensorleuchten mit integriertem Notlicht. Ein eingebauter Akku wird im normalen Betrieb ständig geladen. Fällt der Strom aus, schaltet die Leuchte automatisch auf Akkubetrieb und leuchtet weiter – je nach Modell und Akku über mehrere Stunden.

Gerade im Keller ist das Gold wert: Dort hängt in vielen Häusern der Sicherungskasten. Fliegt die Sicherung raus, stehen Sie ohne Notlicht im Stockdunkeln – genau dort, wo Sie jetzt nachsehen müssten. Was Sie dann tun sollten, lesen Sie in unserem Ratgeber Was tun, wenn die Sicherung rausfliegt?. Auch im Treppenhaus sorgt Notlicht dafür, dass bei einem Stromausfall niemand auf den Stufen stürzt.

Ob Sie Notlicht brauchen, entscheiden Sie selbst – es ist ein Komfort- und Sicherheitsplus, kein Muss. Gut zu wissen: Der Akku altert mit den Jahren und sollte gelegentlich geprüft werden. Wo baurechtlich eine eigene Sicherheitsbeleuchtung vorgeschrieben ist, ersetzt eine Sensorleuchte mit Notlicht diese nicht.

 

Nebenbei Strom sparen

 

Sensorleuchten sind nicht nur bequem, sie senken auch den Stromverbrauch. Das volle Licht brennt nur dann, wenn tatsächlich jemand da ist – und geht von selbst wieder aus. Das Kellerlicht, das nach dem Wäscheholen tagelang weiterbrennt, oder die Treppenhausbeleuchtung, die die halbe Nacht durchläuft, gibt es damit nicht mehr.

Den größten Unterschied macht der Wechsel von alten Leuchten mit Glüh- oder Halogenlampen auf moderne LED-Sensorleuchten: Sie brauchen für die gleiche Helligkeit nur einen Bruchteil des Stroms, und der Sensor sorgt zusätzlich dafür, dass sie nur so lange leuchten wie nötig. Selbst die Grundlicht-Funktion fällt dabei kaum ins Gewicht, weil die Leuchte nachts nur mit stark gedimmter Leistung läuft.

Im Mehrfamilienhaus profitieren davon alle: Die Beleuchtung von Treppenhaus und Keller läuft in der Regel über den Allgemeinstrom und landet damit in den Nebenkosten der Bewohner.

 

Sensorleuchte Treppenhaus und Keller: Darauf kommt es bei der Auswahl an

 

Damit die Sensorleuchte später genau so funktioniert, wie Sie es sich vorstellen, sollten diese Punkte passen:

  • Sensor: Für innen ist ein Hochfrequenz-Sensor mit 360°-Erfassung an der Decke meist die beste Wahl.
  • Grundlicht: Im Treppenhaus und in langen Fluren angenehm für die Orientierung – am besten mit einstellbarer Helligkeit.
  • Nachlaufzeit und Dämmerungsschwelle: Beides sollte einstellbar sein, damit das Licht weder zu früh ausgeht noch tagsüber anspringt.
  • Schutzart: Für feuchte Keller, Waschküchen und Heizungsräume mindestens IP44.
  • Vernetzung: Mehrere Leuchten sollten sich zusammenschalten lassen, damit ganze Treppen und Gänge gemeinsam hell werden.
  • Notlicht: Optional – sinnvoll vor allem dort, wo der Sicherungskasten hängt oder wo Stufen sind.

 

Nachrüsten: meist einfacher als gedacht

 

In vielen Fällen lässt sich die vorhandene Decken- oder Wandleuchte direkt gegen eine Sensorleuchte tauschen – ohne neue Leitungen. Was dabei mit dem bisherigen Lichtschalter passiert, hängt von der Installation ab: Manchmal bleibt er als Hauptschalter erhalten, manchmal wird er überbrückt. Für das Vernetzen mehrerer Leuchten oder für zusätzliche Leuchtpunkte im Kellergang braucht es gegebenenfalls neue Leitungswege.

Weil dabei am 230-Volt-Netz gearbeitet wird, gehört der Tausch in die Hände einer Elektrofachkraft. Im Mehrfamilienhaus stimmen wir uns auf Wunsch direkt mit den Eigentümern oder der Hausverwaltung ab.

 

Rundum-sorglos mit Elektro Niehage

 

Als Meisterbetrieb aus Gütersloh rüsten wir Treppenhäuser, Keller, Flure und Garagen auf Sensorleuchten um – im Einfamilienhaus genauso wie im Mehrfamilienhaus. Wir beraten Sie, welche Leuchten zu Ihren Räumen passen, ob Grundlicht und Vernetzung sinnvoll sind und wo sich Notlicht lohnt, und installieren alles fachgerecht. Den Aufwand klären wir bei einem Termin vor Ort, danach erhalten Sie einen unverbindlichen Kostenvoranschlag.

Mehr zu unseren Leistungen rund um Beleuchtung, Beleuchtung in Bielefeld und Elektroinstallation – oder direkt Kundendienst anfragen.

 

Kurz & knapp: Die wichtigsten Fragen

 

Was ist der Unterschied zwischen Grundlicht und Hauptlicht?

Das Grundlicht ist eine stark gedimmte Dauerbeleuchtung bei Dunkelheit, die Orientierung gibt. Das Hauptlicht ist die volle Helligkeit, die sich einschaltet, sobald der Sensor eine Bewegung erkennt.

Brauche ich im Keller eine besondere Leuchte?

In trockenen Kellerräumen nicht unbedingt. In feuchten Kellern, Waschküchen oder Heizungsräumen sollte die Leuchte aber mindestens die Schutzart IP44 haben, bei stärkerer Feuchtigkeit auch mehr.

Wie lange leuchtet das Notlicht bei einem Stromausfall?

Das hängt von Leuchte und Akku ab – in der Regel mehrere Stunden. Weil der Akku altert, sollte die Funktion gelegentlich geprüft werden.

Muss ich die Notlicht-Funktion nehmen?

Nein. Notlicht ist eine Option. Sinnvoll ist sie vor allem im Keller beim Sicherungskasten und überall dort, wo Treppenstufen sind.

Funktioniert eine Sensorleuchte mit meinem vorhandenen Lichtschalter?

Das hängt von der Installation ab. Häufig bleibt der Schalter als Hauptschalter bestehen oder wird überbrückt. Das klären wir beim Termin vor Ort.

Spart eine Sensorleuchte Strom?

Ja. Das volle Licht brennt nur, wenn jemand da ist, und vergessenes Licht im Keller gehört der Vergangenheit an. Moderne LED-Sensorleuchten verbrauchen selbst im Grundlicht-Betrieb nur sehr wenig. Gerade bei einer Sensorleuchte Treppenhaus mit Grundlicht lohnt sich die Umstellung auf LED.

Treppenhaus oder Keller umrüsten?

Sie suchen eine Sensorleuchte Treppenhaus, Keller oder Flur? Wir planen und installieren sie – auf Wunsch mit Grundlicht und Notlicht bei Stromausfall.

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